(Foto: Bose)

Einleitung:

Die Erwartungen waren hoch, der Preis ebenso. Mit 500 Euro zählt der Quiet Comfort Ultra zu den Spitzenprodukten auf dem Markt. Doch hat Bose die Erwartungen erfüllen können? Unser Testbericht gibt einen umfassenden Einblick.

1. Design und Tragekomfort:

Das Äußere des Quiet Comfort Ultra erinnert an den Vorgänger Noise Cancelling Headphones 700. Die Metallbügel sind stufenlos verstellbar und sitzen auch nach stundenlangem Tragen angenehm auf den Ohren. Die Faltbarkeit des Modells ermöglicht eine platzsparende Aufbewahrung, wobei die mitgelieferte Tasche angenehm kompakt ist. Allerdings erweist sich die Sensor- und Tastensteuerung als nicht überzeugend. Die Bedienung gestaltet sich wenig intuitiv, insbesondere die Lautstärkeregelung per Sensorfeld könnte verbessert werden.

(Foto: Bose)

2. Klangqualität:

Im Sitzen liefert der Kopfhörer einen guten Klang, der dem älteren Modell entspricht. Die Treiber wurden unverändert gelassen, und im direkten Vergleich mit den Vorgängern zeigt sich eine leicht intensivere Basswiedergabe. Die Funktion Immersive Audio, die eine bessere Räumlichkeit verspricht, erweist sich als durchwachsen. Manche Musikstücke profitieren davon, andere klingen unverändert oder sogar schlechter. Enttäuschend ist, dass der Kopfhörer Dolby Atmos oder 3D-Audio-Dateien nicht unterstützt, obwohl diese gezielt für ein immersives Klangerlebnis angepasst wurden.

(Foto: Bose)

3. Aktive Geräuschunterdrückung (ANC):

Die ANC-Leistung des Quiet Comfort Ultra bleibt auf hohem Niveau, erreicht jedoch nicht die Stärke der Konkurrenz, insbesondere im Vergleich zu Sonys WH-1000XM5. Ein hörbares Rauschen beim Aufsetzen des Kopfhörers stellt eine unerwartete Schwäche dar, die bisherige Modelle nicht aufwiesen. Zudem bleibt die Empfindlichkeit gegenüber Windgeräuschen bestehen, wobei eine versteckte Funktion in der Bose-App notwendig ist, um diese auf Sony-Niveau zu reduzieren.

(Foto: Bose)

4. Telefonqualität und Trageerkennung:

Die einst beeindruckende Sprachqualität bei Telefonaten ist beim Quiet Comfort Ultra nicht mehr vorhanden. Der Verzicht auf die Geräuschunterdrückung für Telefonate enttäuscht besonders, da ältere Modelle von Bose und die Konkurrenz hier überzeugen. Die Trageerkennung, eine neue Komfortfunktion, funktioniert zwar gut, wird aber durch die unsinnige Abschaltautomatik beeinträchtigt. Diese schaltet den Kopfhörer nach 10 Minuten Inaktivität in den Energiesparmodus, was im Alltag mehr stört als nützt.

5. Fazit:

Der Quiet Comfort Ultra von Bose enttäuscht trotz des hohen Preises. Schwächen in der ANC-Leistung, der Telefonqualität und unpraktische Funktionen wie die Abschaltautomatik mindern den Gesamteindruck erheblich. Die angepriesene Funktion Immersive Audio zeigt sich als durchwachsen, und die Qualität der Bose-App lässt zu wünschen übrig. In Anbetracht der Konkurrenz, insbesondere des deutlich günstigeren Sony WH-1000XM5, fällt das Fazit ernüchternd aus. Bose muss sich an seinen bisherigen Stärken orientieren und dringend an der Verbesserung von Schwachstellen arbeiten, um in diesem Preissegment konkurrenzfähig zu bleiben.

5 thoughts on “ANC-Enttäuschung: Warum der Bose Quiet Comfort Ultra nicht überzeugt”
  1. Vielen Dank für diesen detaillierten Bericht. Es ist enttäuschend zu hören, dass der Bose Quiet Comfort Ultra in mehreren Bereichen nicht den Erwartungen entspricht. Die Schwächen in der ANC-Leistung und der Telefonqualität sind besonders bedauerlich. Bei einem Kopfhörer dieser Preisklasse erwarte ich eine erstklassige Leistung. Es bleibt zu hoffen, dass Bose dies als Ansporn nimmt, um zukünftige Modelle zu verbessern und die Bedenken der Nutzer zu berücksichtigen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert