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(Foto: Unsplash/Myriam Zilles)

Die Krankheitsausfälle in Deutschland erreichen im Jahr 2023 einen bisher nicht dagewesenen Höchststand. Laut einem aktuellen Medienbericht basierend auf Daten großer Krankenkassen liegt die durchschnittliche Anzahl der Fehltage pro Beschäftigtem bei über 20 Tagen.


Grippale Infekte führen zu vermehrten Krankmeldungen

Die »Rheinische Post« berichtet unter Berufung auf Daten großer Krankenkassen, dass Deutschland auf einen Rekord bei den Krankmeldungen zusteuert. DAK-Vorstand Andreas Storm sagte: »Aufgrund unserer Analyse gehen wir davon aus, dass wir 2023 zum ersten Mal seit vielen Jahren insgesamt auf deutlich über 20 Fehltage pro Beschäftigtem und Jahr kommen werden.«

Höherer Krankenstand im dritten Quartal

Die DAK-Gesundheit meldet, dass der Krankenstand im dritten Quartal dieses Jahres fünf Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegt. Jeder DAK-versicherte Beschäftigte hatte im Schnitt fast fünf Fehltage in diesem Quartal. Interessanterweise gab es keine Sommergrippewelle, und das Coronainfektionsgeschehen war nahezu zum Erliegen gekommen.

Hohes Niveau auch bei anderen Krankenkassen

Die Techniker Krankenkasse (TK) und andere große Krankenkassen verzeichnen ebenfalls hohe Krankenstände. TK-Vorstandschef Jens Baas sagte: »Der Krankenstand liegt zwar unter dem Wert des Vorjahres für denselben Zeitraum, befinde sich aber auf einem ähnlich hohen Niveau – deutlich höher als vor Corona.«

Ursachen und Einfluss des elektronischen Meldeverfahrens

Die meisten Fehltage sind auf Erkältungskrankheiten wie Grippe, grippale Infekte oder Bronchitis zurückzuführen, gefolgt von psychischen Diagnosen und Krankheiten des Muskelskelettsystems wie Rückenschmerzen. Die Barmer registrierte in den ersten zehn Monaten des Jahres einen Anstieg von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Grund für die vermehrten Arbeitsunfähigkeitsmeldungen ist auch die Einführung des elektronischen Meldeverfahrens, das die tatsächlichen Krankenstände genauer abbildet.

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